Wahl in Sachsen-Anhalt | 09/2026
„Belastungsprobe für die Demokratie“
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September haben rund 44 Prozent für die AfD gestimmt. Damit ist die extrem rechte Partei mit Abstand stärkste Kraft im Landtag und hat erstmals reale Chancen auf eine Regierungsbeteiligung.
Der Wahlausgang ist eine Zäsur – für Sachsen-Anhalt und für ganz Deutschland. Was es jetzt braucht, ist Solidarität und Unterstützung für die demokratische Zivilgesellschaft vor Ort: nicht nur heute und morgen, sondern dauerhaft. Dazu ein Statement von Pascal Begrich, Vorstandsmitglied im Bundesverband Mobile Beratung und Geschäftsführer von Miteinander e.V., Träger der Mobilen Beratung in Sachsen-Anhalt:
„Fast 44 Prozent der Wählerinnen und Wähler in Sachsen-Anhalt haben für eine rechtsextreme Partei gestimmt. Das ist eine historische Zäsur und eine Belastungsprobe für die Demokratie nicht nur in Sachsen-Anhalt. Eine mögliche AfD-Regierung ist eine ernsthafte Bedrohung für Menschen mit Migrationsgeschichte, Engagierte vor Ort und die Zivilgesellschaft. Die AfD hat es am Wahlabend noch einmal unmissverständlich klargemacht: Die Partei will zivilgesellschaftlichen Trägern – unter anderem der Mobilen und Opferberatung – die Fördergelder entziehen. Sie alle benötigen Zuspruch und konkrete Solidarität: Spenden, Förderungen, Mitgliedschaften.“
Klar ist: Der autoritäre Shift geht uns alle an. Er ist kein ostdeutsches Phänomen, die Entwicklungen zeigen sich hier nur früher. Auch in Kiel, Stuttgart und Düsseldorf sind Menschen, Organisationen und Institutionen jetzt gefragt, Haltung zu zeigen für Demokratie – und nicht zum Tagesgeschäft überzugehen. Die rund 50 Mobilen Beratungsteams sowie ihr Bundesverband stehen weiter fest an der Seite aller, die sich für Demokratie und gegen Rechtsextremismus einsetzen – bundesweit, kostenlos und vertraulich.
