Wie versuchen Rechtsextreme im Netz, Jugendliche für sich zu gewinnen? Und was können Eltern tun, wenn ihnen auffällt, dass ihr Kind rechtsextreme Inhalte teilt? BMB-Vertreter Dominik Schumacher hat darüber mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland gesprochen. Im Bericht erklärt er unter anderem, wie unterschiedlich die Ansprache gegenüber Jungen und Mädchen funktioniert:
„Jungen werden damit angesprochen, dass sie ‚echte Männer‘ sein, ihren Körper stählen und wehrhaft sein sollen. Das idealisierte Bild ist dabei der Straßenkämpfer, auch wenn das selten öffentlich so explizit ausgesprochen wird. (…).“ Mädchen hingegen würden über eine Romantisierung des Rechtsextremismus angesprochen. Als Beispiel nennt Schumacher: „Da wandert ein rechtsextremes Mädchen mit seinem Freund vor einer lieblichen Bergkulisse. Das Bild ist dann überschrieben mit: ‚Mit meinem Freund über Türken lästern.‘ So werden rechtsextreme Inhalte mit typischem Internethumor verbunden.“
Insgesamt versuchen Rechtsextreme, sich als vermeintliche Kümmerer zu inszenieren: „Rechtsextreme nutzen die Unsicherheit und Unzufriedenheit Jugendlicher aus und bedienen ihren Wunsch nach Sicherheit und Orientierung“, so Schumacher.
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