Dresden, 27. Mai 2026 / Ob in der Haus-Chatgruppe, beim Sommerfest oder am Gartenzaun: Rechtsextreme Einstellungen zeigen sich zunehmend auch direkt nebenan. Zum „Tag der Nachbarschaft“ am 29. Mai veröffentlicht der Bundesverband Mobile Beratung (BMB) die Handreichung „Wenn Zuhause nicht mehr sicher ist“ – mit konkreten Tipps zum Umgang mit dem Problem.
Auf 40 Seiten zeigt die Broschüre, wie sich Rechtsextremismus in der Nachbarschaft äußert, welche Strategien dahinterstecken und was Menschen dagegen tun können. Sie richtet sich an Bewohner*innen, Vermieter*innen, Hausverwaltungen, zivilgesellschaftlich Engagierte und lokale Initiativen, die mit Rechtsextremismus im Nachbarschafts-Kontext konfrontiert sind.
Eine der wichtigsten Empfehlungen ist die Vernetzung mit Gleichgesinnten. Ob direkt oder indirekt betroffen: Menschen vor Ort sollten Verbündete suchen, Ziele vereinbaren, Verantwortlichkeiten klären und Solidarität organisieren. Denn extrem rechte Einschüchterung verliert laut BMB besonders dann an Wirkung, wenn Isolation durchbrochen wird. Zudem dürften rechtsextreme Vorfälle nicht als bloßer „Konflikt“ unter Nachbar*innen abgetan werden. Das verkenne die politische Dimension des Problems.
Wie die Vernetzung aussehen kann und wie Mobile Beratung dabei unterstützt, zeigen vier Beispiele aus der Praxis. Zudem informiert die Handreichung über juristische Mittel gegen extrem rechte Nachbar*innen, über den Umgang mit psychischen Belastungen, über Sicherheitsvorkehrungen für das eigene Zuhause und über konkrete erste Schritte nach einem Vorfall.
„Rechtsextreme setzen auf Einschüchterung und Vereinzelung“ sagt Grit Hanneforth, Geschäftsführerin des BMB. „Unsere Broschüre soll dem entgegenwirken und Nachbar*innen dazu ermutigen, sich zusammenzutun und gemeinsam aktiv zu werden. Denn aus 25 Jahren Mobiler Beratung wissen wir: Wo Menschen hinschauen und solidarisch handeln, haben Ausgrenzung und Bedrohung keinen Platz.“
Die Handreichung „Wenn Zuhause nicht mehr sicher ist – zum Umgang mit Rechtsextremismus in der Nachbarschaft“ finden Sie hier.
Pressekontakt
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