down
BMB, ASH Berlin

Weiterbildung

Beratung und Netzwerkarbeit im Kontext von Demokratiegefährdung und extrem rechten Orientierungen

Wie sieht eine professionelle und menschenrechtsorientierte Beratung im Kontext von Demokratiegefährdung und Rechtsextremismus aus? Was müssen Fachkräfte, die in diesem Themenfeld arbeiten, beachten? Mit welchen Herausforderungen sind sie konfrontiert? Und wie können sie damit umgehen? Diese Fragen stehen im Fokus einer zertifizierten und berufsbegleitenden Weiterbildung, die der Bundesverband Mobile Beratung und die Alice Salomon Hochschule Berlin von 2024 bis 2026 zum dritten Mal gemeinsam anbieten.

Die Weiterbildung richtet sich an Berater*innen, Sozialarbeiter*innen und Sozialwissenschaftler*innen, die im Bereich Demokratiegefährdung und Rechtsextremismus arbeiten oder arbeiten möchten. Angesprochen sind u.a. Mobile Berater*innen, Streetworker*innen sowie Fachkräfte aus der Bildungs- und Jugendarbeit, der Familienberatung und der Quartiers- und Gemeinwesenarbeit. In sieben aufeinander aufbauenden Modulen werden die Teilnehmer*innen dazu angeregt, sich mit eigenen Positionen, Erfahrungen und Handlungsroutinen kritisch auseinanderzusetzen und neue Perspektiven für eine professionelle Beratungsarbeit zu entwickeln.

Themen, die in den Modulen diskutiert werden, sind u.a.: Demokratiegefährdung im urbanen und ländlichen Raum, Rechtsextremismus und Familie, juristische Fragen im Kontext von Beratung und Netzwerkarbeit sowie Arbeitsbedingungen und Selbstsorge. Im Fokus stehen dabei immer konkrete Fälle aus der Beratungsarbeit. Zudem werden in allen Modulen machtkritische sowie rassismus- und gendersensible Perspektiven auf Beratung vermittelt. Die Teilnahme an allen sieben Modulen ist verbindlich.

Zeitraum: 18.09.2024 – 27.06.2026

 

 

Ort: Alice Salomon Hochschule Berlin und online

 

Teilnahmevoraussetzungen:

– Hochschulabschluss (Bachelor), insbesondere in den Bereichen Soziale Arbeit, Sozial- und Erziehungswissenschaften, Psychologie, Politologie
– Aktuelle Berufstätigkeit in Tätigkeits- und Beratungsfeldern der Sozialen Arbeit, insbesondere der Jugendarbeit, Streetwork, Stadtteilarbeit, Familienberatung o. ä.
– Darüber hinaus sind Zulassungen nach Einzelfallprüfungen möglich

Teilnahmegebühr: 3.485,00 €, zahlbar in 17 Raten à 205,00 € vom 01.10.2024 bis 01.02.2026

Bewerbungsfrist: 23.07.2024 (zum Bewerbungsformular)

Lern- und Arbeitsaufwand: 320 Stunden, davon sind 157 Stunden Präsenzzeit und 163 Stunden Selbstlernzeit.

Informationsveranstaltung: Am 4. Juli 2024 von 17:00 bis 19:00 Uhr findet online eine Informationsveranstaltung zur Weiterbildung statt. Interessierte können sich unter zertifikatskurse@ash-berlin.eu dafür anmelden.

Alle Informationen zur Weiterbildung sowie einen Flyer finden Sie hier.

Bundesverband Mobile Beratung, Forschungsprojekt "Beware"

Online-Gespräch

Was tun bei Bedrohungen von Engagierten gegen Rechtsextremismus?

Hasskommentare im Netz, rechte Schmierereien an der Hauswand, Morddrohungen per E-Mail: Viele Menschen, die sich gegen Rechtsextremismus einsetzen, werden wegen ihres Engagement bedroht und angefeindet. Welche Folgen hat das für die Betroffenen? Wie können sie damit umgehen? Und welche Rolle spielen gesellschaftspolitische Rahmenbedingungen und regionale Dynamiken? Diese Fragen sind Thema eines Online-Gesprächs, zu dem der Bundesverband Mobile Beratung und das Forschungsprojekt „BEWARE – Bedrohte Demokratieprojekte wappnen und resilient machen“ der Hochschule Niederrhein gemeinsam einladen. Die Veranstaltung richtet sich an Menschen, die in Gruppen, Initiativen oder Bündnissen ehrenamtlich gegen Rechtsextremismus aktiv sind. Die Teilnahme ist kostenlos.

Zum Ablauf: Zunächst präsentieren Wissenschaftler:innen der Hochschule Niederrhein erste Ergebnisse ihres neuen Forschungsprojekts „BEWARE – Bedrohte Demokratieprojekte wappnen und resilient machen“. In qualitativen Interviews mit Engagierten sind sie der Frage nachgegangen, wie ein Handlungskonzept zum Umgang mit Bedrohungen aussehen kann. Im Anschluss stellt ein Mobiles Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Best-Practice-Beispiele aus der Beratungsarbeit vor. Am Ende gibt es die Möglichkeit, sich in Kleingruppen zu aktuellen Herausforderungen und Bedarfen auszutauschen.

Wir freuen uns über Anmeldungen bis zum 18. April 2024 unter: Beware@hs-niederrhein.de. Im Anschluss erhalten Sie den Link zur Teilnahme. Weder für die Anmeldung noch für die Teilnahme ist die Angabe des Namens verpflichtend.

Die Einladung als PDF finden Sie hier.

Alice Salomon Hochschule Berlin, BMB

Fachgespräch

Gut beraten in schwierigen Zeiten?

Die Correctiv-Recherche zur AfD hat in aller Deutlichkeit gezeigt, welche Ziele die Partei und ihr extrem rechtes Umfeld verfolgen. Beratungsstellen gegen Rechtsextremismus verzeichnen seitdem einen weiteren Anstieg ihrer Anfragen: Immer mehr Menschen und Institutionen wollen wissen, was sie gegen die extreme Rechte und Ideologien der Ungleichwertigkeit – auch im eigenen Umfeld – tun können.

Beratungsstellen wie andere Institutionen sind aktuell noch stärker gefordert, sich gegen Rechtsextremismus und für Demokratie zu positionieren. Machtkritik und Intersektionalität können hier neue Perspektiven liefern. Wie kann Beratung dies gelingend aufgreifen? Welche Impulse bietet die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus für andere Beratungsstellen im Themenfeld, für die Beratungswissenschaft und für Soziale Arbeit? Und welche Folgen hat es für marginalisierte Gruppen, wenn Beratung versucht, „neutral“ zu sein?

Diese und weitere Fragen wollen wir in einem öffentlichen Fachgespräch diskutieren. Im Rahmen der Veranstaltung wird ein Sammelband vorgestellt, den der Bundesverband Mobile Beratung und Kolleg*innen der Alice Salomon Hochschule Berlin 2023 gemeinsam herausgegeben haben. Es sprechen:

Prof. Dr. Esther Lehnert, Alice Salomon Hochschule Berlin
Bianca Klose, Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin
Prof. Dr. Marion Mayer, Alice Salomon Hochschule Berlin
Moderation: Prof. Dr. Esther Lehnert, ASH Berlin

Anmeldung: Bis zum 20. März 2024 mit Name und Hochschule/Semester oder Organisation an: https://bmb.javis.de/onlineregistration/16

Die Einladung als PDF finden Sie hier.

Den Veranstaltenden ist ein respektvolles und diskriminierungsfreies Miteinander sehr wichtig. Störungen oder Beleidigungen führen zum Ausschluss aus der Veranstaltung. Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Bundesverband Mobile Beratung, Alice Salomon Hochschule Berlin

Podiumsgespräch

Unpolitisch beraten? Warum es eine machtkritische Beratung gegen Rechtsextremismus braucht

Rechtsextreme Vorfälle an Schulen, die AfD im Umfrage-Hoch, gemeinsame Abstimmung von CDU und AfD im Thüringer Landtag: Die Ereignisse der vergangenen Wochen und Monate zeigen, wie weit Rechtsextremismus in den Alltag vorgedrungen ist. Entsprechend groß ist der Bedarf an Unterstützung: Immer mehr Menschen wenden sich an Beratungsstellen, weil sie gegen Rechtsextremismus aktiv werden wollen – oder weil sie bedroht wurden und nicht wissen, wie sie sich schützen können.

Was sollten Beratungsstellen beachten, die Menschen im Umgang mit Rechtsextremismus und Demokratiegefährdung unterstützen? Warum ist ein machtkritischer Ansatz wichtig? Und welche Folgen hat es für marginalisierte Gruppen, wenn Beratung versucht, neutral zu sein? Der Bundesverband Mobile Beratung (BMB) und die Alice Salomon Hochschule Berlin (ASH) laden zu einem Podiumsgespräch ein, um darüber mit Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis zu diskutieren. Zu Beginn der Veranstaltung wird ein wissenschaftlicher Sammelband vorgestellt, den der BMB und Kolleg*innen der ASH im September gemeinsam herausgegeben haben.

Eine Teilnahme ist nur nach Anmeldung möglich. Bitte schicken Sie hierfür bis zum 23. Oktober eine E-Mail an: veranstaltungen@bundesverband-mobile-beratung.de. Im Anschluss senden wir Ihnen den Link zu.

Die Einladung als PDF finden Sie hier.

Verteiler

Sie wollen auf dem Laufenden bleiben? Dann registrieren Sie sich hier für einen unserer E-Mail-Verteiler. Darüber verschicken wir – je nach Zielgruppe – Pressemitteilungen, Stellungnahmen, Publikationshinweise und/oder Veranstaltungseinladungen.

Im Anschluss an die Registrierung erhalten Sie eine E-Mail, über die Sie die Eintragung bestätigen können. Ihre Daten werden ausschließlich genutzt, um Ihnen E-Mails über den von Ihnen gewählten Verteiler zukommen zu lassen. Ihre Eintragung können Sie jederzeit widerrufen.
Schicken Sie uns dafür einfach eine kurze E-Mail an info@bundesverband-mobile-beratung.de.

Hier können Sie unsere Datenschutzerklärung nachlesen

Die Beauftrage der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration Die Beauftragte der Bundesregierung für Antirassismus Logo