Übersicht | 09/2025
45 Jahre nach dem Oktoberfestattentat: Zivilgesellschaftliches Gedenken heute
Am 26. September 2025 jährt sich der rechtsextreme Anschlag auf das Münchner Oktoberfest zum 45. Mal. 1980 detonierte am Haupteingang des Oktoberfests eine in einem Papierkorb platzierte Bombe. 12 Besucher*innen sowie der Täter kamen ums Leben. 221 weitere Menschen wurden verletzt, viele von ihnen schwer. Das Oktoberfestattentat gilt als der schwerste Terroranschlag in der Geschichte der Bundesrepublik.
Schon wenige Tage nach dem Attentat wurde klar: Der Täter hatte Verbindungen zur rechtsextremen „Wehrsportgruppe Hoffmann“. Doch die Ermittler*innen erkannten jahrelang kein rechtsextremes Motiv, sondern vermuteten u.a. Frust als Tatgrund. Auch gingen sie von einem Einzeltäter aus – entgegen zahlreicher Aussagen von Zeug*innen, die den Täter kurz vor dem Anschlag in Begleitung mehrerer Personen gesehen hatten.
Überlebende und Initiativen kämpften lange um Aufklärung
Überlebende, Hinterbliebene, Forscher*innen, Journalist*innen, antifaschistische Gruppen und die DGB-Jugend München kämpften daraufhin jahrelang für eine umfassende Aufklärung des Attentats. Erst 2014, rund 34 Jahre nach dem Anschlag, wurden die Ermittlungen von der Generalbundesanwaltschaft neu aufgenommen. Diese kam 2020 zum Schluss, dass es sich um einen rechtsextrem motivierten Anschlag handelte. Doch die These vom Einzeltäter hält sich bis heute: Wegen vernichteter Asservate, lange verstorbener Zeug*innen und der verstrichenen Zeit konnte im neuen Verfahren nichts mehr über mögliche Mittäter*innen ermittelt werden. Das Oktoberfestattentat steht damit beispielhaft für die Verharmlosung und mangelnde Aufklärung rechtsextremer Gewalt.
Zivilgesellschaftliches Gedenken heute
Wie wird heute an das Oktoberfestattentat erinnert? Welche zivilgesellschaftlichen Organisationen gibt es, die sich mit dem Anschlag und dem Gedenken daran befassen? Wir stellen zwei von ihnen vor.
Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Bei Hinweisen auf weitere Initiativen schreiben Sie uns gern eine E-Mail an kontakt@bundesverband-mobile-beratung.de. Vielen Dank.
